Lied – In dulci jubilo

In dulci jubilo – Anhören

Das Lied „In dulci jubilo“ stammt aus dem 15. Jahrhundert und wird sehr häufig zur Weihnachtszeit gesungen. Es handelt sich um eine „makkaronische Dichtung“, das heißt der Text ist eine Mischung aus zwei Sprachen.

Gleich in der ersten Strophe wird das besondere Kind in der Krippe besungen: „Unsers Herzens Wonne, liegt in praesepio (=in der Krippe)“. Weiterhin heißt es: „und leuchtet wie die Sonne, matris in gremio (auf dem Schoß der Mutter).“ Da musste ich sofort an die häufige Darstellung des Jesuskindes in der Krippe denken: Von einem hellen Licht umgeben liegt es ruhig und friedlich in der Krippe. Da wird jedem sofort klar: Hier liegt ein besonderes Kind! Oder wie es in der ersten Strophe gesungen wird: Hier liegt unsere aus tiefsten Herzen kommende Freude und unser Glück. Und bald ist es wieder soweit. Am 24. Dezember denken wir an die Geburt dieses besonderen Kindes und damit an die Gnade Gottes. Aus der Liebe zu uns ist Gott durch seinen Sohn Mensch geworden.

Die Aufnahme stammt vom Adventskonzert 2019. Am Klavier spielt Salva Grassmé und am Saxophon ist Uwe Grassmé zu hören.

Viel Freude beim Anhören wünscht Matthias Buhn!

Liedtext:

In dulci jubilo
nun singet und sei froh:
Unsers Herzens Wonne
liegt in praesepio
und leuchtet wie die Sonne
matris in gremio.
Alpha es et O,
Alpha es et O.

O Jesu parvule,
nach dir ist mir so weh.
Tröst mir mein Gemüte,
o puer optime.
Durch alle deine Güte,
o princeps gloriae,
trahe me post te,
trahe me post te.

Ubi sunt gaudia?
Nirgend mehr denn da,
da die Engel singen
nova cantica,
Und die Zimbeln klingen
in regis curia.
Eja qualia,
eja qualia!

So geht die Geschichte mit Ella der Eselin weiter:

Folgend der Text zum Mit- bzw. Vorlesen:

Ella liegt mit Ben im Stall auf dem Boden. Es regnet. „Das Wetter heute ist grauenvoll!“, sagt Ben zu Ella. „Oh ja! Mein Fell ist immer noch nass!“, antwortet Ella. Sie war im Garten, um Ben abzuholen. Er wohnt in dem großen Baum, der in dem Garten von Maria steht. Ben kann bei dem starken Regen nicht fliegen. „Hier sind wir in Sicherheit!“, sagt Ella und schüttelt sich. „Igitt! Du hast mich nass gemacht!“, sagt Ben lachend. Ella und Ben liegen noch einige Zeit im warmen Stroh. „Es ist schön wieder hier zu sein“, sagt Ella.

Maria kommt in den Stall. Sie sieht die beiden Freunde auf dem Boden liegen und muss lächeln. „Hier ist schön und trocken!“, sagt Maria und streichelt Ellas Kopf. Aus einem Beutel holt Maria eine Handvoll Körner und hält diese Ben hin. Ben pickt freudig die Körner aus Marias Hand. „Ella wir werden bald wieder verreisen“, sagt Maria. Ella schaut traurig Ben an. „Wohin werden wir dieses Mal reisen und warum werden wir verreisen müssen?“, fragt sich Ella. Maria sieht das fragende Gesicht von Ella und beginnt zu erklären: „Der Kaiser Augustus von Rom möchte wissen wie viele Menschen in seinem Reich wohnen. Darum lässt er alle Menschen in seinem Reich zählen. Josefs Familie kommt aus dem Haus David. Das heißt wir werden nach Betlehem gehen, um uns dort einschreiben zu lassen.“ Ella schaut auf Marias Bauch. „Der Bauch ist schon groß. Wird sie nicht auch bald das Kind bekommen? Elisabeths Bauch war auch so groß, als Johannes geboren worden ist“, denkt sich Ella. Maria streichelt Ellas Kopf und fragt sie: „Möchtest du morgen mit mir auf dem Markt gehen? Wir müssen ein paar Lebensmittel einkaufen gehen für diese Reise.“ Ella nickt eifrig. Ella ist gerne auf dem Markt.

Maria und Ella sind am nächsten Morgen zusammen auf dem Markt. Sie kaufen Obst und Gemüse ein. Ein wenig Brot nehmen sie auch mit. Sie kaufen bei dem einen Stand noch eine neue Decke. „Nun haben wir alles, was wir für diese Reise benötigen!“, sagt Maria.

Bald werden sie nach Betlehem aufbrechen. Ella ist aufgeregt. Sie freut sich auf diese Reise.

„Wo wohl das Kind von Maria zur Welt kommt?“, fragt sich Ella, bevor sie einschläft.

Adventskalender 15.12.2020