Räumen, streichen, Fenster putzen: So viel Zeit für diese Vorbereitungen hatte ich vor Ostern noch nie. Mit viel besserem Durchblick aus dem Fenster fielen mir Zeilen von Rilke ein, (Aus: „Die Konfirmanden“):

Und draußen war ein Tag aus Blau und Grün mit einem Ruf von Rot an hellen Stellen. Der Teich entfernte sich in kleinen Wellen, und mit dem Winde kam ein fernes Blühn und sang von Gärten draußen vor der Stadt. Es war, als ob die Dinge sich bekränzten, sie standen licht, unendlich leicht besonnt; ein Fühlen war in jeder Häuserfront, und viele Fenster gingen auf und glänzten.

Die Sehnsucht nach draußen vor der Stadt müssen wir zur Zeit noch im Zaum halten. Viele können trotzdem den Blick aus dem Fenster bewusst genießen und machen sich bereit für die kommenden Nachdenk- und Festtage. Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehren einziehe!

Einen gesegneten Tag wünscht Eure/Ihre Silvia Wagner

Tageslicht am 8. April 2020